— 469 —
bothe stehen. Mit frohem Erstaunen müstim wir dar-an denken, was er uns einst scyn, wie er: uns einstbeseligen wird, wenn wir ernstlich streben, ihm ähn-lich zu werden, und uns durch Wohlverhastten seinesBeyfalls wehrt machen. Und das sollte ihrn nicht un-ser Herz gewinnen, das sollte mat unsre Gefühlefür ihn beleben, und jede fromme Gesinnumg in unsstarken? Hieraus folgt aber nothwendig d.»s Zweyte,nämlich: daßwirdashcutige Fest auch alsein Fest der Menschenliebe betrachtenmüssen. Es ist der Mühe wehrt, daß wir es alsein solches naher ins Auge fassen. Wie rci ch an wohl-thatigen Eindrücken, wir fruchtbar für unser inneresLeben, wie gesegnet für alle, auf die wir Einfluß ha-ben , würde es werden, wenn es aus diesem Gesichts-punkte ganz von uns gefaßt würde, wenn es in dieserGestalt auf unser Herz wirkte!
Text.
Math. 5 v. 45.'
Auf daß ihr Kinder seyd euers Vatersim Himmel. Denn er laßt seine Sonneaufgehen über die Bösen und über- dieGuten, und laßt regnen über Gerechteund Ungerechte.
An die alles umfassende Liebe Gottes erinnertder Erlöser in den vorgelesenen Worten, um die Men-schen zu ermuntern, daß sie eine gleiche Gesinnung amnahmen, und dadurch wehrt würden, Kinder Gotteszu heißen. An diese alles umfassende Liebe Gottes er-