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Festpredigten
Entstehung
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463
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Wahrheiten bekannt, welche das Gemüth starken underheitern. Sie wissen sich, durch Beschäftigung deäVerstandes, wohlthätig zu zerstreuen. Sie empfan-gen überall Eindrücke, welche dem Herzen wohl thun.In ihnen ist-Zuversicht und Freudigkeit zu Gott. Ih-re Andacht schwingt sich über die Welt empor. Siehaben immer das Gute gewollt, und redlich das Ih-rige gerhan; das tröstet sie. Der Friede des Him-mels wohnt in ihrer Brust; ihnen fließen allenthal-ben .'Quellen der Freuden. Ihnen thut eine reicheZukunft sich auf, wenn die Gegenwart nichts als Angstund Noth hat. Sie erwarten ihre Hülfe von dem,der allmächtig und ewig gütig ist. Sie wissen, daßdie Tage ihrer Wallfahrt kurz sind, daß ihre Prü-fungen schnell vorüber gehen, und daß dort kein Femdmehr seyn wird und kein Schmerz. Ihnen gehörtdie Ewigkeit an; darum sind ihnen leicht die Leidender Zeit. Glückliche Menschen, die Ihr Euch in ei-nem Zustande befindet, was sich auch um Euch her er-eignen mag, was Ihr auch an Euch selbst erlebet:Ihr seyd getrost und ertraget alles mit starker Seele.In der unglücksvollcn Zeit ruft Ihr mit-dem Apostelaus: wir haben allenthalben Trübsal,aber wir ängsten uns nicht, uns ist bange,aber wir verzagen nicht. Lasset uns streben,daß wir uns zu diesen Glücklichen zählen dürfen, diesich auch der Trübsale rühmen. Das sey der Segen,dieser festlichen Tage an uns. Mit dieser Entschlie-ßung wollen wir auseinander gehen. Uns soll mannicht der Trägheit und Fühllosigkeit anklagen. Uns