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Je mehr die Aufforderung des Apo-stels im Texte Gehör findet: desto mehrwird, drittens, geholfen werden, wo Hül,fe nöthig und möglich ist — ein Umstand,der ihr wieder für unsre Zeit ein großes Gewicht gibt.Zeiten vielfacher Noch, zahlreicher, dringender Be-dürfnisse haben wir erlebt. Wohin wir uns wenden:da treffen wir Elend an, das schleunige und nachdrück-liche Hülfe verlangt. Je mehr Reichthümer undPracht sich um Einzelne anhaufen; desto großer wirddie Anzahl der Dürftigen, denen oft das Unentbehr-lichste fehlt. . Je mehr alle Gewerbe sich vervollkomm-nen und der Kunstfleiß steigt; desto leichter ereignet essich,'daß unter bedrängten Umstanden ganze Klassenvon Menschen ohne Beschäftigung sind. Je mehr al-les verfeinert und in die Höhe getrieben wird: destomehr^muß auch geschehen, damit nicht Zahllose dadurchim Unglück gerathen. Daß die Sitten unsrer Tageverderbt sind, daß die Verführung überall ihre Kün-ste übt, daß öffentliche böse Beyspiele überall schädli-che Eindrücke machen, daß Gesellschaften und Schrif-ten mit einander wetteifern, den Verstand irre zu lei-ten, und die Herzen zu vergiften: wer kann daslaugnen? Was soll aber daraus werden, wenn demnicht kräftig entgegen gearbeitet wird, wenn nichtstrenge Wachsamkeit die Jugend behüthet, wennnicht zweckmäßige Anstalten ihre Erziehung besorgen,und sie schon frühe gegen das Verderben waffnen,wenn nichts geschieht, um das sittliche und religiöseGefühl der Erwachsenen zu beleben? Und, gesetzt^