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schwere Pflicht. Vergebens sucht man das bey denen,die der Gegenwart ganz hingegeben sind. Was denbesonnenen Menschen antreibt, sich an die Zukunft zuwenden, das ist ihnen unbekannt; was die Hoffnungjenen verheißt, das hat für sie keinen Wehrt. Sieerheben sich, wenn sie ja auf die Zukunft Rücksichtnehmen, doch nie über das Sichtbare. Es ist nichtsandres, als die Fortsetzung ihrer sinnlichen Genüsse,oder die Befreyung von gegenwärtigen Beschwerden,was sie von ihr verlangen. Sie wünschen noch rechtlange hier zu seyn, um noch recht lange ein fröhlichesDaseyn zu führen. Sie sind es zufrieden, daß auchkünftig Eine Freude nach der andern entfliehe, wennnur immer wieder neue folgen. Jene Sehnsucht, diemehr haben will, als die Welt mit allen ihren Reich-thümern gewähren kann, die das Zeitliche verschmäht,und nur nach dem Ewigen trachtet, kann in chnennicht aufkommen. Nein von Euch, die Ihr so gesin-net seyd, darf man nicht fordern , daß Ihr voll Gei-stes werdet. Euch muß man zurufen: höret auf,Euch mit Euer« Sinnen und Lüsten, mit Euerm Ge-nießen und Streben Euch auf den Augenblick zu be-schränken; bedenket, daß Ihr nicht bloß jetzt lebt,sondern auch künftig leben werdet, und daß keine Er-innerung an verschwundene Freuden Euch für langesEntbehren, und für lange Leiden schadlos hält; ler-net es fühlen, daß vernünftige Geschöpfe sich nichtnach sinnlichen Eindrücken dürfen regieren lassen, dasie fähig sind mit ihrem Blicke in die ferne Zukunft zudringen, sich mit ihren Gedanken zum Unsichtbaren