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jst! Der Zuruf des Apostels: werdet voll Geistesverpflichtet uns, uns der Herrschaft eigen-nütziger Bestrebungen zu entreißen.
Entreißen müssen wir uns, um ihmnachzukommen, endlich, der engherzigenBeschränkung auf die Gegenwart. Denn,daß auch diese zu den Fehlern gehört, welche dem gei-stigen Leben unter uns im Wege stehen, liegt am Ta-ge. Es wird immer mehr gewöhnlich, sich von Gü-tern und Genüssen des Augenblickes ganz fesseln zulassen. Wenn man nur jetzt genug hat, sich nur jetztwohlchesindet: dann bekümmert man sich wenig dar-um, wie die nächste Zukunft seyn, es nicht vielleichtbald dieses Gcnughaben sich in drückenden Mangel,dieses Wohlbefinden sich in großes Elend verwandelnwird. Unter den Freuden der Gegenwart werden dieBedürfnisse und die Leiden der Zukunft vergessen.Aengstlich bemüht, nur jetzt zu erlangen, was manwünscht, achter man es wenig, daß man darüber vielwichtigere Dinge verscherzt, bey denen man späterhinTrost und Hülfe suchen muß. Ein gieriges Haschen,ein schnelles an sich Reißen, ein wildes Verschlingen,als ob mir dem gegenwärtigen Augenblicke alles auswäre, das ist das Leben den meisten Menschen. Andie Zukunft zu denken, auf die Zukunft zu rechnen,für die Zukunft zu arbeiten, und von ihr etwas zu er-warten, um der Zukunft willen etwas Gegenwärti-ges hinzugeben, das ist der Sinn der Wenigsten —der Wenigen, die sich über die Gewalt des herrschen-den Geistes erhoben haben. Nie hat man wohl die/