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füllt uns mit Liebe zu Gott und den Menschen; derEigennutz lehrt uns nichts lieben als uns selbst;Neid, Eifersucht, Rachgier und Haß sind die Früchtedes Eigennutzes. Wo der Geist im Menschen herrscht,da zeigt man sanfte Theilnahme an dem Zustande unddem Ergehen andrer; wo der-Eigennutz sich seiner be-mächtigt hat, da ist er für nichts eingenommen, alSfür seine eignen Angelegenheiten. Wo der Geist imMenschen stark geworden ist, da befeuert er ihn füralles Große, da treibt er ihn zu allem Guten, da er»halt er ihn in unaufhörlicher Anstrengung für Men-schenwohl; wo der Eigennutz den Menschen regiert,da erniedrigt er die Seele, da rückt er, ihm immerkleine Zwecke vor die Augen, und weiß ihn ganz da-für zu gewinnen, da wird das Große nicht begriffen,das Gute wenig geachtet, da ist Menschenwohl diegleichgültigste Sache, da thut man nichts, wovon mannicht Vortheil hat, da sinkt alles Herrliche zu tieferGemeinheit hinab. Der Geist setzt den Menschen inFreyhcit; der Eigennutz halt ihn in drückender Knecht-schaft gefangen. Wahrlich, es ist traurig, daß wirdie Herrschaft eigennütziger Bestrebungen unter dieUebel zahlen müssen, die auch bey uns den Erweisun-gen des Geistes- im Wege stehen;., aber wir könnennicht anders. Jeder will sich bereichern, sich empor-schwingen , seine Anschläge ausgeführt sehen, nur sei-nen Wehrt geltend machen. Da müssen alle fremdeAnsprüche, auch die gerechtesten, zurück treten. Washabe ich davon? fragt jeder, ehe er etwas unter-