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kein Vergehen, wozu sie ihn nicht verleiten. DevSinnlichkeit muß wohlrhun, was die Meisten vergnü-gen soll. Die Sinnlichkeit muß ihre Rechnung dabeysinden, damit sie eine Arbeit unternehmen. DerSinnlichkeit muß man Vortheile vorspkegeln, damitman ein wirksames Bestreben hervorbringe. DieSinnlichkeit muß man nähren, damit etwas für einGut gehalten werde. Will das Geistige nicht ganzvon diesen Menschen verachtet werden: so muß es sichihnen durch Anbequemung an das Sinnliche empfeh-len , es muß sich ihnen in einer sinnlichen Gestalt zei-gen, oder sinnlichen Gewinn versprechen. Zwar istdie Sinnlichkeit unter den Menschen immer mächtiggewesen. Aber in unserm Zeitalter hat sich vorzüg-lich vereinigt, was dazu geeignet ist, ihre Gewaltauf das Aeußerste zu treiben. Durch tausend Künstewird ihr geschmeichelt, tausend Bequemlichkeiten sindfür sie erfunden, zahllose Genüsse sind ihr bereitet,und werden ihr überall angebothen, und das verfüh-rerische Beyspiek reitzt sie allenthalben. Und dieseMenschen, die, in ihrem Denken, Fühlen und Be-gehren, so ganz sinnlich sind, sollen voll Geistes wer-den ? Diese Sclaven ihrer Lüste, diese Anbether desIrdischen sollen sich auf einmal erheben zu den edel-sten Zwecken, zu den würdigsten Bestrebungen?Welch ein ÜVunder mußte diese Umgestaltung bewir-ken! Menschen, die voll Geistes sind, sind reinesHerzens. Können wir uns aber der Sinnlichkeit er-geben, ohne von ihr ganz verunreinigt zu Werdern-sind es nicht strafbare Bewegungen, sind es nicht