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aus diesem Wahne aufstören könnte? Meiden sienicht die Oerter, wo sie zu ernsthaften Erwägungenveranlaßt und aufgefordert werden? Wenden sie sichnicht selbst von den Aufklärungen über ihren Zustandund über wichtige Wahrheiten weg, die sich ihnen an-biethen? Stürzen sie sich nicht dem Unglauben indie Arme, um der Mühe des Prüfens überhoben zuseyn? Wie fremd bleibt da das Leben des Geistes!Nein solchen Menschen kann man noch nicht ansinnen,daß sie voll Geistes werden sollen. Ihnen muß manzurufcn: entreißet euch der Trägheit, die euch gefan-gen halt, erwachet aus euerm Schlummer, werdetaufmerksam, besinnet euch auf die edlem Bedürfnisseeurer Natur, fanget doch einmal an, euer Nachden-ken, das immer unter geringfügige und vergäng-liche Dinge getheilt ist, auf das zu richten, was ver-nünftigen Geschöpfen das Wichtigste seyn muß.
Wollt Ihr, derer die herrschende Stimmungsich bemächtigt hat, die Forderung : werdet voll Gei-stes verstehen lernen, und Euerm Zustande gemäß an-wenden; dann entreißet euch, zweytens, derGleichgültigkeit und dem fühllosen We-sen, die man allenthalben wahrnimmt»Man kann nicht klagen, daß die Menschengegen alleSgleichgültig seyen: o, es gibt der Schauspiele genug,die ihre Sinne erschüttern, der Gegenstände genug,die ihr Herz anziehen. Aber, daß man die Dinge,die bas Herz am meisten bewegen, die es ganz erfül-len sollten, mit gleichgültigen Blicken betrachtet, daß, man es nicht einmal der Mühe wehrt hält, auf sie