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friedigung finden. Darf uns das aber wundern,wenn wir auf die Verdrossenheit achten, die sich im-mer zeigt, wenn der Geist für seine hohem Angele-genheiten angestrengt werden soll? Zwar fehlt esnicht an vielfacher und rastloser Geschäftigkeit; abersie ist fast einzig auf die gemeinen Zwecke des Lebensgerichtet. Um sich Unterhalt zu erhalten, um Neich-thümer zu sammeln, um es zu hohen Ehren zu brin-gen, um sich im geselligen Leben mit Glanz zu umge-ben, um sich zu zerstreuen und seine Vergnügungenauf die genußvollste Art einzurichten: dafür sind über-all Kräfte genug in.Bewegung; dafür wird genug ge-sorgt, überlegt und gearbeitet. Um die Sinnlichkeitund den Eigennutz zu befriedigen, laßt man sich keineMühe verdrießen. Aber selbst die kleinste Mühe istzu lästig; wo Bedürfnisse des Geistes zu besorgen sind.Welch eine Trägheit tritt an die Stelle jener Emsig-keit, 'wenn Nachdenken über höhere Dinge verlangtwird. Ist es nicht bcp den Meisten, als ob der Un-terricht, den uns die Religion crtheilt, sie nichts an-ginge? Wo ist das Bestreben, sich über Gott unddie Bestimmung des Menschen zu belehren? Wo istder«Eifer, hier neue Einsichten zu gewinnen, alte zuerweitern und zu verbessern? Wo ist der Drang,Schwierigkeiten aufzulosen, und Dunkelheiten zu zer-streuen ? Lassen nicht die Meisten alles dahin gestelltsepn? Ueberredm sie sich nicht, was sie zu wissestnölhig haben, sey schon lange entschieden, und vonihnen gefaßt? Weisen sie nicht alles zurück, was sie
Ff. .