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Uehmungen aus. Sinnliche Bedürfnisse fordern un-aufhörlich ihre Befriedigung. Sinnliche Vergnügun-gen ziehen unaufhörlich unser Herz an. In der Weltder Sinne schweifen unsre Wünsche umher, um dortdie Güter zu finden, die ihnen angemessen sind.Achtet man auf das Leben der meisten Menschen: sonimmt man bald wahr, daß sie vom Sinnlichen fastganz und allein beherrscht werden. Sinnlich muß al-les sepn, was ihre Bewunderung und Liebe gewinnensoll; nur nach sinnlichen Genüssen dürsten sie; nur fürsinnliche Zwecke arbeiten sie. Sie haben genug,wenn die Forderungen einer rhierifcheu Natur gestilltsind.
Aber das heutige Fest erinnert uns auch daran,daß wir nicht bloß sinnliche Geschöpfe sind; es über-zeugt uns, daß auch etwas Geistiges und wahrhaftGöttliches in uns wohnt, das sich über das Sinnlicheerheben, und sich dasselbe ganz unterwerfen kann»Der Geist des Herrn theilte sich den Jüngern Jesumit, und weihte sie zu seinen Werkzeugen. Wie wardas möglich, wenn es ihrer Natur an aller geistigenEmpfänglichkeit fehlte, wenn sich nicht auch geistigeAnlagen, Bedürfnisse und Triebe in ihnen fanden?Nur dem Geistigen kann das Geistige sich mittheilen.Nur Gemüther, in welchen geistiges Verlangen lebt,und geistiges Wesen zu entwickeln ist, können denGeist Gottes in sich aufnehmen. Nur bey solchenkann er wirken, die in ihren Ahndungen, Gefühlenund Bestrebungen über den engen Raum des Sinnli-chen hinausgehen. Auf geistige Zwecke war der