Verherrlicht sich Gottes Geist noch immer unter denMenschen: dann muß es unser eifrigster Wunsch seyn,daß er sich auch an uns verherrlichen mögedannmüssen wir unser Gemüth für seine Einflüsse zuberei-ten; wir müssen et- ihm gleichsam entgegen bringen;wir müssen selbst nach Wahrheit forschen, selbst in derTugend Fleiß anwenden, selbst uns zu odeln Ent-schließungen erheben, und sie entschieden fest halten:denn es sind dw Anstrengungen des eignen Geistes, esist die Kraft unsevs eignen Willens , wodurch der GeistGottes sich in dieser Hinsicht an uns verherrlicht. Wirmüssen aber auch unpartheyisch prüfen , was «ns alsWahrheit angebothen wird, und willig annehmen,was wir wahr gefunden haben. Wir müssen gernebey den Beyspielen der Gottesfurcht, der Rechtschaf-fenheit und,der Menschenliebe, die andre in ihrem Le-ben uns davstellen, verweilen, daß unser Gemüth vonder Kraft derselben ergriffen, und zur Nachahmunggerecht werde. Wir müssen den Erweckungen, War-nungen und Aufmunterungen, die uns zu Theil wer-den, Raum geben, sie in ein fruchtbares Nachdenkenhinüberziehen, und sie zur Vermehrung «nsers innernGebens gewissenhaft zu verweben suchen- Wir müssenkein Mittel und keine Uebung, die uns im Guten för-derlich seyn können, unbenutzt lassen, daß das Werkdes Geistes Gottes an uns gesegnet sep, und nichtbloß Beßrung, sondern auch Heiligung des Lebenswerde. Alle Einrichtungen und Anstalten, bereit sichGott zu unsrer Veredlung bedient, sind auf unsreMitwirkung berechnet- Sie sollen uns nur den nö-
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