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Entstehung
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Nähe und aus den sichtbaren Gegenden des ReichesGottes verschwinden verliert das Verhältnis, worinwir mit ihnen stehen, seine nachtheilige Kraft; aberes wird nicht zerstört, sondern nur veredelt. Es istunmöglich, daß Menschen, die uns im Leben wehrtwaren, uns nach ihrem frühen Hingange gleichgültigsepen. Nein, wir lieben sie auch jetzt noch nichtmehr mit der Gluth der sinnlichen Leidenschaft; abervielleicht doch mit mehr Innigkeit. Unsre Liebe istgeistiger geworden ; sie hat die Gestalt frommer Sehn-sucht angenommen ; sie bezieht sich mehr auf die wah-ren Vorzüge der Geliebten; der Einfluß, den sie jetztnoch äußert, kann kein andrer/ als ein wohlthatigersepn. Was sie Gutes an sich hatten, und was sieuns Köstliches hinterlaffen haben, das wirkt jetzt mäch-tiger auf uns, als es wirken würbe, wenn sie nochunter uns waren. Ihr Beyspiel, ihre Lehren, ihreErinnerungen und Warnungen sind nicht verloren;sie leben in unscrm Gemüthe fort, sie sind uns ehr-würdiger geworden, und haben mehr Kraft uns vomBösen abzuschrecken, in versuchungsvollen Stundenzu starken, uns zur Treue gegen Gott und unsrePflichten zu ermuntern, und uns im Unglück zu trö-sten. Die Tugend, dis wir auf Erden in menschli-cher Gebrechlichkeit sahen, erscheint uns jetzt im Glanzeder Verklarung, und wir fühlen uns mächtig angetrie-ben , denen nachzukommen, die sich durch sie ausge-zeichnet haben, und durch sie zur Herrlichkeit einge-gangen sind. Die Worte des Ernstes und der Liebe,die sie einst zu uns redeten, sind uns theure Ver-

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