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ein beßrer Gebrauch unsrer Kräfte, Streben nachallem Vortrefflichen und Selbstständigkeit des Geistesbewirkt wird. Es ist ein glückliches Ereigniß, dasuns zwar Anfangs sehr betrübt und ängstigt, aber unsnachher zum Besitze der größten Segnungen verhilft.
Der frühe Tod der Unsrigen wird,viertens, auch oft dadurch eine Wohlthat füruns, daß er unser Verhältniß zu ih-nenunschädlich macht und veredelt. Leicht kön-nen uns die Menschen, die Gott hier näher mit unsverbunden hat, und die unserm Herzen theuer sind,eben durch das Band, das uns an sie knüpft, unddurch den Einfluß, den sie mittelst desselben auf unshaben, gefährlich werden- Unsre Liebe zu ihnen istoft zu heftig; sie verschlingt alle andere Empfindun-gen und Bewegungen unsers Gemüthes; sie will keineandre Neigung neben sich dulden; sie fesselt all unserDenken und Thun an sich; sie raubt Gott die Vereh-rung, unsrer Pflicht den Eifer, unfern Geschäftenden Fleiß, die ihnen gebühren. Wir wünschen nurdenen zu leben, die wir lieben, und versäumen dar-über unsre Bildung und den dankbaren Genuß andrerGüter, die unser Leben verschönern sollen, klm ihnennicht zuwider zu handeln, um ihnen nicht wehe zuthun, um sie nicht zu beschämen, unterlassen wirmanches, wozu unser Gewissen uns auffordert. Undzu welchen Thorheiten verleitet uns oft schwache Lie-be? Wie oft billigen wir, ihr zu Gefallen, wassonst unser Verstand nie würde gebilligt haben! wieoft opfern wir ihr unsre Grundsätze, unsre Entschlie-