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sorgt um Gott, seiner Bestimmung und sein Wohl,wurde durch den frühen Tod eines Freundes, einesGatten, eines geliebten Kindes aus seiner Sicherheitaufgeschreckt und auf Gedanken geleitet, die eine gänz-liche Umgestaltung seiner Denkart bewirkten. Anden Tod und besonders an den frühen Zod eines ge-liebten Menschen schließen sich alle Beherzigungen, dieunsterblichen Geschöpfen die wichtigsten sind, so engean, daß man unwillkührlich von jenen zu diesen hin-übergeleitet wird. Selbst den bessern Menschen sindStunden der Traurigkeit zuweilen Bedürfniß, damiter sich erhöhte von dem Geräusche der Welt, und sichsammle, dem Geiste neue Nahrung zu geben, unddas innere Leben zu starken. Nein, wir dürfen unsnicht beklagen, daß der frühe Tod der Unsrigen unsin Traurigkeit versenkt; auch dieses Ereigniß sollenwir als eine wohlthatige Fügung der Vorsehung, alsein weises und nothwendigeS Erziehungsmittel ehren,und dankbar benutzen.
Der frühe Tod der Unsrigen kann,zweytens, dadurch eine Wohlthat füruns werden, daß er unser Gemüth aufGott lenkt. Zu leicht wird uns Gott fremd; zuoft versäumen wir es, alles auf ihn zu beziehen, vonihm herzuleiten, und mit dem Gedanken an ihn inVerbindung zu bringen. Zu selten erwarten wir vonGott, was uns fehlt; zu selten nehmen wir auf ihnRücksicht bey unserm Thun, Leiden und Genießen.Es gibt der Dinge zu viele, die für uns einen solchenWehrt haben, daß sie Gott unfern Augen gleichsam