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Die Absichten Jesu waren ihnen noch nicht ganz deut-lich; ihr Verstand war noch mit mancherley Vorur-theilen angefüllt. Geringe Bedenklichkeiten konntensie schon in Verlegenheit setzen, ihren Glauben wan-kend machen, und ihren Muth entwaffnen. Außereinem liebevollen und redlichen Herzen schien es ihnenan allem zu fehlen, was Männer haben mußten, dieeine der größten Veränderungen in der Welt stiftensollten. Zwar hatte die letzte glorreiche Begebenheitim Leben Jesu mächtig bep ihnen gewirkt. Aber nochnicht alles, was sie zu wirken bestimmt war. Geradejetzt schienen sie der Hülfe ihres Lehrers am meisten zubedürfen, um die Eindrücke zu ordnen, die in ihnenhervorgebracht waren, und aus dem, was sie gesehenhatten, die nöthigen Belehrungen herzuleiten. Erhatte ihnen verheißen, dem Geiste und der Kraft nach,mit ihnen zu'sepn alle Tage bis an der Welt Ende.Aber auf eine sichtbare Gegenwart, warum es ihnenam meisten zu thun war, durften sie nicht rechnen.Gleichwohl versichert ihnen Jesus: es ist auch gut,daß ich hingehe.
Was den Jüngern Jesu begegnete, begegnetauch uns nicht selten. Menschen, die zu unsermFortkommen zu unsrer Bildung und zu unserm Le-bensglücke unentbehrlich zu sepn scheinen , werden unsfrühe von der Seite gerissen. Oft müssen wir Freun-de schon wieder entbehren, wenn wir erst angefangenhaben, uns der Verbindung mit ihnen zu freuen,in einer Lage, wo wir uns vorzüglich auf ihren Rathund ihren Bepstand verließen, wo wir uns ohne sie