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reinsten darzustellen/ sich Gott selbst am meisten zu na«Hern, und am meisten durch sein Leben Gott zu ver-herrlichen vermag, hagt nicht selten solche Gesinnun«gen, verrichtet nicht selten solche Handlungen, wo«durch er sich höchst verächtlich macht. Zwar kannGott nicht eigentlich entehrt werden; seine unendlicheMajestät ist in sich selbst gegründet, und weder derVergrößerung noch der Verringerung fähig. Aberwir können dazu beytragen, daß die Herrlichkeit Got-tes weniger erkannt und verehrt wird; wir könnendas Göttliche in uns und um uns her entweihen. Unddas geschieht immer: wenn wir ungöttliches Wesenbey uns dulden und nähren; wenn Eigennutz, Stolz,Neid, Rachgier und Wohllüste unser Gemüth einge«nommen haben; wenn wir unfern Brüdern Schadenzufügen; wenn wir Jrrthümer verbreiten, Laster be-günstigen, der Wahrheit und Tugend Hindernisseinden Weg legen, die Ordnung und Wohlfahrt desGanzen stören, und den Segen der Natur in Ueber-muth und wilden Ausschweifungen verwüsten. Vonkeinem unter uns müsse dergleichen gesagt werden.Keiner müsse dir Vorzüge, die er, als ein vernünfti-ges Geschöpf, besitzt, so schändlich mißbrauchen —keiner sich der schweren Verantwortung aussetzen, dievon solchem Beginnen unzertrennlich ist.
Unser Bestreben soll es vielmehr sepn, daß Gottunter den Menschen immer herrlicher werde, so wohlan uns als durch uns. Das ist unser großer Berufauf Erden; dazu sind uns so viele Fähigkeiten mitge-theilt; darum nehmen wir unter den Geschöpfen Got-