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Festpredigten
Entstehung
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die meisten nur dadurch, daß sie eine neue Gestaltempfangen , und daß sie ein fremdes Auge entzücken;sie wissen selbst nichts von dem, was mit ihnen ver-geht. Bep andern regen sich zwar Gefühle des er-neuerten Lebens. Aber wie schwach, wie dunkel, wieeingeschränkt sind diese Empfindungen! Nur wassich im engen Kreise ihres eignen Daseyns ereignetnehmen sie wahr; und auch davon haben sie keinedeutliche Vorstellung; kein Blick in die geschmückteWelt ist ihnen vergönnt. Die Schönheiten derselbensind für sie nicht da. Nur du, o Mensch, kannst al-les empfinden und alles erkennen. Nicht bloß was indeiner körperlichen Natur vorgeht, und was sich aufdeine sinnlichen Bedürfnisse bezieht, auch was außerdir ist bemerkst du. Dir stellt die Natur ihre Wun-der dar. Keiner von ihren Reitzen ist für dich verlo-ren. Dein Blick verweilt bey dem Einzelnen und um-fasset das Ganze. Du überschaust alle diese Pracht.Durch alle deine Sinne thut sich dir diese wohlthätigeVeränderung kund- Du kannst mehr als betrachten,bewundern und dich freuen; du kannst dich mit deinenGedanken vom Sichtbaren zum Unsichtbaren erheben;du kannst hier die Spuren der höchsten Weisheit undGüte entdecken ; du siehst nicht bloß die Herrlichkeitder Natur, du siehst die Herrlichkeit ihres großen Ur-hebers, und nennst den Unendlichen Vater. Für dich,für dich ist dieses Fest bereitet; für dich hat die Na-tur ihr schimmerndes Gewand angezogen. O, erken-ne das mit Rührung, und freue dich demüthig vordeinem Gott. Vergiß nicht, wie sehr du ihm ver-