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Festpredigten
Entstehung
Seite
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und den Jammer/ welche Kriege auf ihr anrichlAund das Blut / das auf ihr vergossen wird; wenn voirendlich wahrnehmcn/ wie sie/ ein weites offnes Grab,alles Lebendige verschlingt: wahrlich dann fühlen wiruns versucht/ sie für einen öden V-wweisungsort zuhalten; leicht bemächtigt sich unsrer dann eine mißmu-thige Stimmung; leicht entsteht dann in uns Ekelam Leben und die Sehnsucht/ einen so traurigen Auf-enthalt bald verlassen zu können. Das ist aber einesehr unglückliche und nachtheilige Verfassung. Wirsollen mit der Erde in Befreundung bleiben: denn sieist uns von Gott zum Aufenthalte angewiesen; wirhangen mit ihr überall zusammen; unsre Fähigkeiten/unsre Bedürfnisse/ unsre Wünsche/ unsre Pflichtenund alle Neigungen unsers Herzens knüpfen uns festan sie. Wir können, wir dürfen sie nicht früher ver-lassen , als bis wir von ihr abgefordert werden. We-he uns/ wenn wir nicht anders als mit Widerwillenhier verweilen! Wir sollen unser Leben lieben, damitwir es muthig fortsetzen / seine theucrn Preise gewin-nen, und uns eines bessern wehrt machen; ist dasaber möglich, wenn wir es als eine Last betrachten?Die Erde ist unser Wirkungskreis, wir sollen auf der-selben thätig seyn zum gemeinschaftlichen Wohl undzur Uebung unsrer Kräfte; werden wir uns dazu auf-gelegt finden, wenn wir hier nichts als Bilder deSElendes und des Entsetzens erblicken, wenn wir unsso viel als möglich von allem, was uns umgibt, weg-wendcn müssen, um uns nicht ganz unglücklich zufühlen? Unser Fleiß soll die Erde anbauen und sie