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Würde man. uns dann nicht entweder eine fast thieri-sche Sinnlichkeit, oder einer Stumpfheit des Geistes,die nur durch das Außerordentliche und Neue aufge-regt werden kann, oder eine Gemeinheit, der cs fürfeine und geistige Genüsse an Empfänglichkeit fehlt,oder eine Stimmung, die ganz in das gewöhnlicheTreiben, in die Zerstreuungen, Sorgen und Arbei-ten der Welt versunken ist, vorwerfen müssen? Ver-dienen Menschen Aufmerksamkeit, wo sie ihre, im-mer unvollkommnen Werke vor uns aufstellen: solltesie dann nicht der Schöpfer der Welt verdienen, wenner uns seine Wunder zeigt? Das ist einer unsreredelsten Vorzüge, daß wir fähig sind, die Herrlich-keit Gottes zu sehen, uns der gedankenvollen Be-trachtung zu überlassen, uns zu ihm selbst zu erheben,und uns kindlich vor ihm zu freuen. Und von diesemVorzüge sollten wir keinen Gebrauch machen, wirsollten selbst auf ihn Verzicht leisten, und unsre Ergö-tzung in Dingen suchen, die uns zum wenigsten keineEhre bringen, wenn sie uns nicht gar herabwürdi-gen? Unverwandt sollten wir nach dem Gemeinstenschauen, und uns von dem Erhabensten wegwenden?Nein, das sep ferne von uns.
Doch nicht bloß erkannt, auch empfundensoll die Herrlichkeit Gottes von uns werden. Vonselbst werden sich die Empfindungen der Freude undBewunderung unfers Herzens bemächtigen, wenn wiruns den Eindrücken hingeben, die uns hier entgegenkommen. Wer muß nicht bewundern und sich freu-en, wenn er hinausblickt in die heitre Welt, die Ein