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Gliedern derselben herrschet; wenn Ihr die ganze Ge-walt der Liebe, die ganze Starke der eignen Recht-schaffenheit und der Klugheit aufböthet! wie würdedas Laster Euern Bemühungen weichen, und endlichganz aus Eurer Nahe verschwindenwie würdet Ihrbald Segen und Freude an der Stelle ehemaligerVerwüstungen erblicken! Es ist nicht bloß zu' wün-schen , daß Ihr Euern Einfluß auf-diese Weise ver-wenden möget; es ist Nicht bloß der Schmerz, dendie Verwüstungen des Lasters in jedem fühlendenMenschen erregen, was Euch dazu bewegen müßte.Nein, Eure Pflicht fordert Euch dazu auf; dazu istEuch jener Einfluß verliehen worden; und Ihr sollteinst über die Verwendung desselben zur Verantwor-tung gezogen werden. Nur das Bewußtsepn, hiergethan zu Haben , was Ihr thun konntet, vermagEuch mit Euch selbst zufrieden zu stellen, und EuchRuhe zu gewahren beym Gedanken an die künftigeRechenschaft. O, daß denn alle, die Gott und dieTugend und ihre Brüder lieben, sich mit Hand undHerz vereinigen möchten zu diesen schönen Bemühun-gen. Ware die Zahl auch gering: sie würde dochstark sepn durch ihren Eifer, durch die Sache fürwelche sie arbeitet, durch den Segen des Allmächti-gen, durch ihr treues, festes Zusammenhalten.
Möge der heutige Tag uns zu solchen Entschlie-ßungen begeistern; mögen sie die Frucht der gegen-wärtigen Betrachtung seyn. Dann dürfen wir hei-ter in die Zukunft blicken; dann bleiben uns die Ver-wüstungen, welche das Laster unter den Menschen