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tim Geschwtster zu entzwcyen, um die Eltern leicht-sinnig und sorglos in der Erziehung, die Kinder trot-zig und widerspänstig zu machen, um die Eintracht derGemüther, die schönen Genüsse des häuslichen Lebensaufzuheben, und alles mit Elend zu erfüllen.
Doch nicht bloß groß und umfassend inihren Wirkungen, sondern auch sehr weitverbreitet sind die Verwüstungen, welche das La-ster unter dem menschlichen Geschlechts anrichtet. Gibtes irgendwo eine Gegend der Erde, wohin das Lasternicht vorgedrungen wäre? Ach, kein Winkel ist soverborgen, daß.es ihn nicht aufgefunden, und nichtauch dahin seine Herrschaft verbreitet hätte. Viel zugenau ist seine Verwandtschaft mit den Leidenschaftendes menschlichen Herzens, viel zu groß ist seine Gewaltund-seine Arglist, als daß es nicht alleNthalbcN seinenPlan glücklich anlegen und ausführett, daß es nichtallenthalben die glänzendsten Siege davon tragensollte. Lasset ein Volk eine Zeit lang itt Unschuld undEinfalt gelebt, und mit deN Bequemlichkeiten auchdie Verderbnisse der Verfeinerung entbehrt haben:wie lange wird es dauern bis auch unter ihm verkehrteBegierden erwachen, bis Noth oder sinnliches Gelü-sten heftige Leidenschaften Hervorbringen, bis kulti-virte Völker es mit dem Gifte ihrer Sitten, ihrerHandlungsweisen und ihrer Grundsätze anstecken! Istes doch, als ob überall, wo die Natur Paradisepflanzte, feindliche Mächte das Laster hingesandt hat-ten, um sie in Stäten des Fluches zu verwandeln,damit nirgends auf Erden ein Paradies sep, und alles