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Festpredigten
Entstehung
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315
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Trägheit, Ueppigkeit und Verkehrtheiten von man-chc-rlep Art sie dahin gebracht haben. Wo das Lastermächtig ist; da verschwindet immer mehr der Adel dermenschlichen Natur; da werden die herrlichen Anlagenderselben geschwächt, o zuletzt ganz vernichtet; dableibt am Ende nichts übrig, als ein beraubtes, ent-ehrtes , knechtisches und mühseliges Geschlecht. Großist unter den Menschen die Zahl der Armen, die durchihre Bedürftigkeit der Gesellschaft zur Last fallen,durch ihren traurigen Zustand Mitleiden erregen, diein ihrem Elende verwildern, die, von der Noth ge-drängt, sich der Verführung hingcben, oder der öf-fentlichen Sicherheit gefährlich werden. Aber zeigtnicht auch hier das Laster seinen schrecklichen Einfluß,auf der Einen Seite, durch Müssiggang, Spiel,Verschwendung und Trunkenheit, auf der andern,durch Betrug, durch Gewaltthätigkeiten und Erpres-sungen ? Müssen nicht die meisten dieser Elenden ent-weder ihren eignen Leichtsinn oder den Eigennutz, dieGrausamkeit und die Unredlichkeit andrer anklagen?Ist es nicht gedankenloses Verschleudern, tollkühnesWagen, unverschämtes Großthun, was tausende anden Bettelstab bringt? Würden wir Einen Unter-drückten , Einen Beraubten, Einen unschuldig Ver-folgten, würden wir irgendwo einen Menschenantrcffen, dem man seine Ehre genommen, und seinVertrauen Hey den Menschen abgeschnitten hat, wiees deren unzahlbare gibt, würde irgendwo Gutes ge-hindert und Böses mächtig gefördert werden, wenn

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