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Festpredigten
Entstehung
Seite
313
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jedem Einzelnen und an der Menschheit im Ganzen.Die Sünde ist das Verderben aller, die sich ihr erge-ben/ und sie tragt die Schuld der beklagenswehrrenVerfassung / der meisten Zerrüttungen und unglücks-vollen Ereignisse/ die wir an unserm Geschlechts wahr-uehmen. Lasset uns bey dem Letztem heute verweile»/und die Verwüstungen/ welche das Lasterunter unserm Geschlechte anrichtet/ mitdem Einflüsse/ den sie auf uns haben sol-len/ betrachten; indem wir

1. auf diese Verwüstungen einenBlick werfen/ und

2. die Lehren und Ermunterungenerwägen, die sie uns entgegen füh-ren.

i.

Die Verwüstungen, welche das Laster unter un-serm Geschlechte anrichtet, sind sehr groß, sehr aus-gebreitet und sehr traurig.

Die Verwüstungen, welche das Laster unter un-serm Geschlechte anrichtet, sind, erstens, sehr groß»Wohin wir uns wenden, welche menschliche Angele-genheit wir ins Auge fassen: überall treffen wir Spu-ren derselben an. Kein verletzbarer Theil der Mensch-heit, kein Verhaltniß und kein Gut des Lebens sindvon ihnen verschont geblieben. Wir bemerken Schwä-chungen, Beraubungen, Störungen und Verderbnissejeder Art, worüber man nichts anklagen kann, als dasLaster. Ein Heer von Krankheiten und Entkräftun-gen, die den Menschen unbrauchbar machen zu dew