den Unmuthigen oft, als ob sie Gott verhaßt, undvon ihm verstoßen seyen.
Es ist wahr, viele von denUebeln, welche dasmenschliche Geschlecht in seinem Kindheitszustande äng-stigten, haben jetzt aufgehört, oder sich doch sehr ver-mindert. Vielen zerstörenden Kräften der Natur hatdie vereinigte Kraft der Menschen Granzen gesetzt.Gegen viele feindliche Anfälle hat das gemeinschaftlicheZusammenhalten gesichert. Für viele Krankheiten be-sitzt die Kunst heilende Mittel. Mancherlei» Zerrüt-tungen unsrer Natur weiß sie zu verhüthen, oder inihren Folgen unschädlich zu machen. Vielen Gewalt-thätigkeiten und Bedrückungen steuert das Gesetz.Ueberall hat menschliches Gefühl Ketten derSclavereygelöst und Kerker des Jammers geöffnet. Die Ar-muth findet mitleidige Herzen, und häufig sind Anstal-ten zu ihrer Verpflegung getroffen. Nicht ohne Rüh-rung können wir hier der Erleichterungen und Wohl-thaten gedenken, die das Evangelium Jesu Christi derWelt gebracht hat.
Aber viel fehlt noch, daß alles, oder auch nurdas meiste Elend aufgehört hätte. Noch immer hun-gern zahlreiche Arme nach Brod, leben taufend Men-schen in einem Zustande schimpflicher Erniedrigung,abhängig von der Gunst des Zufalles; noch immerübt die Natur ihre zerstörende Gewalt an den Arbeitenund Hoffnungen des Fleißes, sind Schwerter mitBlut gefärbt und blühende Gegenden Opfer verhee-render Kriege; noch immer gibt es schmerzensvolleKrankheiten, an denen alle menschliche Kunst zu