ZIO
Ncn dos „ngöttliche Wesen und die Lüste der Welt;daß wir doch nicht gefühllos bleiben bey dem Rufe,der heute an uns ergeht, bey der Betrachtung dergroßen Verwüstungen, die das Laster allenthalben zu-rück laßt, und bey den vielen Mitteln der Rettung,die uns angeborhen werden. Der Ernst des heutigenTages müsse um mächtig ergreifen, tief bewegen undzu würdigen und festen Entschließungen wecken. Amen.
Von je her, m. Z., hat das menschliche Ge-schlecht unter harten Drangsalen geseufzt. Ein Kampfmit zahllosen Widerwärtigkeiten, worin es bald unter-lag, bald sich wieder aufrichtete, ist seine Geschichtevon den ersten Anfängen bis auf die gegenwärtigeZeit. Im Streite mit der Noth ist es empor gestie-gen zu der Höhe, auf welchen wir es jetzt erblicken.Im Streite mit der Noth hat es seine Kräfte geübtund entwickele. Der Wohlstand, die Freyheit, dieAufklärung, die glückliche Verfassung und die Bequem-lichkeit, deren es jetzt sich freut, sind dem Elende,der Knechtschaft, dem Aberglauben übgerungen. Tiefbewegt es das fühlende Herz, die Leiden zu sehen,welche die Einzelnen quälen und verzehren^ Aber wassind diese gegen das Heer von Uebeln, wovon dasGanze unaufhörlich bedroht und angefallen wird! DerMensch mit seinen Sorgen und Thranen verschwindetvor unfern Augen, wenn wir unsre Blicke auf dieMenschheit und ihr Schicksal richten. Da dünkt es