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Festpredigten
Entstehung
Seite
309
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Geschlecht. Die traurigsten und unheill'^-n-.. rievelsind in ihrem Gefolge. Die meisten unv fürchterlich-sten Plagen unter denen wir seufzen, würden nichtda seyn; wenn sie nicht wäre, wenn ihr Gift sichnicht so weit und so schnell verbreitete. Auch unteruns hat sie große Verheerungen angerichtet; sie istnoch immer damit beschäftigt, Unglückliche zu machen,und uns deiner besten Segnungen zu berauben. Moch-ten wir, indem wir über die Beschwerden klagen, dieuns drücken, doch einen ernsten Blick auf unsre Den-kungsart und unser Betragen werfen, und da die wah-ren Ursachen derselben entdecken. Möchten wir esdoch wohl erwägen, daß wir nicht aufhören werden,elend zu sevn, wenn wir nicht bey der Beßrung desHerzens Hülfe suchen, und der Gewalt des Lastersum uns her aus allen Kräften entgegen arbeiten- Wiegütig bist du, Gott, daß du uns davon abziehen willst,daß du uns belehren und warnen kästest, daß du zurVertilgung der Sünde die erhabensten und wunder-barsten Anstalten getroffen hast. Deine Heiligkeit istdie reinste Liebe. Dein gerechter Ernst ist väterlichesWohlwollen. Wo wir deine schwere Hand fühlen,merken wir die huldvolle Fürsorge, die größeres Ver-derben von uns entfernen will. O, daß es doch nichtumsonst wäre, was du in dieser Hinsicht an uns thust;daß wir uns doch nicht bethören ließen durch die zufäl-lige Gestalt und die süßen Schmeicheleyen, wodurchdas Laster die Herzen gewinnt; daß wir doch nicht ver-schmähten deine heilsame Gnade, die in Jesu Christoden Menschen erschienen ist, damit sie lernten verlang-