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Doch nicht bloß in Beziehung auf unser Urcheil,auch in Beziehung auf unsre Gefühle istdie Frage wichtig: was für ein Geist

herrscht unter uns? Ist das Nachdenken, wo-'zu uns der heutige Tag auffordert, so ernstlich, alses seyn soll; dann wird es unser Gemüth nicht ohneBewegung lassen. Er wird Gefühle der Freude oderder Traurigkeit, der Hoffnung oder der Furcht in unserregen, und dadurch für unser Leben fruchtbar wer-den. Welchen von diesen Gefühlen wir uns aber hin-geben sollen, das müssen wir von dem unter uns herr-schenden Geiste erfragen. Mit Recht dürfen wir unsfreuen, wenn er ein Geist der Weisheit, des Ernstes,und der Sittsamkeit ist. Dann steht es wohl um uns;dann haben wir Ansprüche auf die Achtung der Edel-sten; dann sind wir gewiß, daß Gott mit Beyfall aufuns herabsieht; dann kann es in unsrer Mitte nichtan Ordnung, Ruhe, Fleiß, Vertrauen, Wohlstand,häuslichem Glücke und stiller Zufriedenheit fehlen;wir finden bey allen Laster und Unannehmlichkeiten,die wir zu tragen haben, Erleichterung, Ersatz, Hül-fe und Trost. Den frohesten Hoffnungen dürfen wiruns dann überlassen. Jedes Gute wird unter unSgedeihen, und sich mehren. Im Schoße glücklicherFamilien blühet ein junges Geschlecht auf, das mitRuhm den Weg des frühem gehen wird. Ueberallist rege Geschäftigkeit, die zum Bessern führt. Wahr-heit und Tugend werden ihre Wohlthaten immer reich-licher ausbreiten. Der Herr wird mit uns seyn, unduns segnen. Bey uns bedarf es der strengen Mittel