auf dem betretenen Wege weiter gehe: wenn Ihr denheiligen Geist, der sich in jenen Eigenschaften kundthut, bep ihm antrefft.
Nie wird eö Euch gelingen, mit Euerm Herzenrecht vertraut zu werden, seine Fehler und Tugendenin ihrem Ursprünge, in ihrem Zusammenhänge undin ihren Wirkungen kennen zu lernen: wenn Ihrnicht auf den Geist achtet, der um Euch her herrschendist. Denn auch Ihr steht unter dem Einflüsse diesesGeistes. Ihr habt entweder ihn ausgenommen, oderEuch gegen denselben verwahrt. Es muß Euch schonwichtig seyn, zu erfahren, ob und in wie fern dasEine oder Andre der Fall war. Die Aufmerksamkeitauf diesen Geist muß Euch lehren, wohin Ihr EureBeobachtungen vorzüglich zu richten, und wie IhrEuch das Wahrgcnommene zu erklären habt.
Das Glück und das Elend der Zeit hangen genauzusammen nur dem darin herrschenden Geiste, und sindfast immer nähere oder entferntere Folgen von derDenkart und dem Thun der Menschen. Würdenwir uns so oft über die Umstande oder die Fügungendes Himmels beschweren, würden wir so oft unge-bührliche Klagen führen über den vielfachen Druck desLebens, über die zahlreichen Beschwerungen, die, Ei-ne die andre, verdrängen: wenn wir sorgfältiger ach-teten auf den Geist, der unter uns herrscht? Wür-de es uns nicht bald offenbar werden, daß die Uebel,unter denen wir zu Grunde gehen, von uns selbst her-rühren , und daß die Wege des Ewigen nicht bloß umtadclich, sondern anbetungswürdig sind?