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wohl gar, in einem erkünstelten Unglauben und schnö-der Verachtung, von ihm lossagen, denen Frömmig-keit Schwarmerey ist, und Gewissenhaftigkeit zumGelächter dient. Leichtsinnige sind es, die nichts da-von hören mögen, daß der Tod uns vor ein ernstesGericht zieht, und unser ewiges Schicksal entscheidet,die sich daher der Erinnerung an das Ende, durchalle nur erdenkliche Mittel, verwahren. Leichtsinnigesind es, die sich jeder Lust hingeben, die keinem Ge-nüsse ein anderes Ziel setzen, als die Sättigung unddas eigne Belieben, die ihrer Bestimmung nicht achten,und um die Bildung ihres Geistes und Herzens nichtdie mindeste Sorge tragen, die nur da zu sepn wah-nen , daß sie das kurze Leben so angenehm als möglichhinbringen. Das ist, mehr oder weniger, die Stim-mung derer, unter welchen der Geist desLeichtsinnes herrscht.
Der Geist, der unter uns herrscht, ist endlich,drittens, entweder ein Geist der Zucht undOrdnung oder ein Geist der Ungebunden-heit. Er ist ein Geist der Zucht und Ordnung,wenn die Verfassung und die Gesetze des Staates bepuns in Ansehen stehen, und als die Bedingung deröffentlichen Ruhe und Wohlfahrt geachtet werden;wenn keiner sich gewaltsame oder arglistige Eingriffein die Rechte andrer erlaubt; wenn kein frevelhafterMuthwille verübt, wenn keine Unordnungen angerich-tet werden; wenn jeder vor Beleidigung gesichert ist,und jeder sich des Verbothenen auch da enthalt, woer der verdienten Strafe vielleicht entrinnen möchte.