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Festpredigten
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als das Ewige, das, was die Mode gebilligt, wofürder Geschmack der Menge sich erklärt hat mehr, alsdas Wahre und Schöne. Thorheit ist es, was dieLust der Sinne stillt, dem vorzuziehen, was den Geistadelt, sein Vertrauen zu setzen auf Dinge, derer manLeinen Augenblick sicher ist, die ein Hauch schon zerstö-ren kann. Thorheit ist es, kindische Zeitvertreibe, lä-cherliche Possen mit Achtung zu behandeln, und mitgroßen Festlichkeiten auszuzeichnen, während man denehrwürdigsten Dingen eine schnöde Verachtung oderherabsetzende Kalte zeigt, für Abgeschmacktheit großeAnstrengungen aufzubiethen und große Summen zuverschleudern, während für das Gute und Segenbrin-gende wenig oder nichts geschieht. Thorheit ist es,sich dem Tadel der Vernünftigen bloß zu stellen, umdas Lob der Blöden und Unverständigen einzuernten.Thorheit ist es, mehr darnach zu streben, daß manetwas scheine, als daß man etwas sey, daß man füretwas gehalten werde vor den Menschen, als daß mansich selbst genüge, und sich glücklich fühle. Thorheitist jede Art zu denken und zu handeln, die mit unsrerBestimmung, mit unsrer Lage in der Welt und mitunsern Bedürfnissen und Hoffnungen im Widerspruchsteht. Müssen wir uns dessen anklagen: dann istder Geist der Thorheit unter uns herr-schend.

Der unter uns herrschende Geist ist, zweytens,entweder ein Geist des Ernstes oder einGeist des Leichtsinnes. Ich meyne hier nichtjenen trübsinnigen Ernst, der durch seine finstre Mine