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Festpredigten
Entstehung
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tigkcit im äußerlichen Schimmer offenbart. Er ver-achtet das Wehrlose, wenn auch alles sich in seinemLobe vereinigte. Er hat immer überlegt, che er et-was vornimmt, und was er beginnt ist nie zwecklos,immer so eingerichtet, daß das Beste dadurch geför-dert wird. Er denkt und handelt stäts mit der ^Wür-de eines Geschöpfes, das sich bewußt ist, es werde nievergehen, es scy erhaben über die Lust und denSchmerz des Augenblickes, über den Wechsel und dieZerstörungen der Zeit, und trage seinen Frieden imHerzen. Der Weise erniedrigt sich nicht, und bleibtimmer sich selbst getreu. Ist ein solcher Geist auchunter uns: dann können wir uns rühmendes Geistes der Weisheit.

Thorheit ist es dagegen, dem Scheine zuglauben, sich von Eindrücken bestimmen, von derMepnung andrer regieren, von Leidenschaften fortrei-ßen zu lassen. Thorheit ist es mehr den Sinnen alsden Einsichten oineä gesunden und gebildeten Verstan-des zu folgen, die Dinge nach der Gestalt, die sie unsletzt zeigen, nach den Annehmlichkeiten, die sie jetzt ge-wahren, nach den Vortheilen, die sie jetzt versprechen,ohne Rücksicht auf das, was sie späterhin, und fürdie Dauer des ganzen Lebens seyn werden, ohne Rück-sicht auf den Schaden, der sie dem Geiste zufügen,zu beurtheilen. Thorheit ist es, das Kleid und denReichthum mehr zu schätzen, als den Menschen, Ga-ben des Glückes mehr, als den erleuchteten Versand,als das edle Herz und das wahre Verdienst, daß Äu-ßerliche mehr, alS das Innere, das Vergänglichen- w,