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tigen das Höchste seyn muß. Vorzüglich aber zeigt ersich in Urtheilen und Wahlen, in derStimmung, in den Gesinnungen und inden Sitten der Me n sch e n; und deßwegen ister entweder ein Geist der Weisheit, oderein Geist der Thor heit, entweder einGeist des Ernstes, oder ein Geist desLeichtsinnes, entweder ein Geist derZucht und Ordnung, oder ein Geist der1ln ge bund e n h e it.
Der Geist, welcher unter uns herrscht, ist also,erstens, entweder ein Geist der Weisheitoder der Thor heit. Der Werse folgt in sei-nen Entscheidungen und Entschließungen immer ge-prüften und bewährten Grundsätzen. Seine Urtheilesind besonnen, diesen Grundsätzen angemessen unddas Werk eines reiflichen Nachdenkens. Er erkenntallen den Wehrt zu, der ihm gebürt; er nimmt nieden Schein für die Sache, das Zufällige für das We-sentliche. Er läßt sich nicht vom flüchtigen Sinnen-rcitze bcthören, das Mangelhafte und Schädliche zuübersehen. Er unterscheidet das Gefallende oder vonden Menschen Gepriesene von dem Nützlichen und Gu-ten. Er zieht immer das Bleibende dem Vergängli-chen, wenn dieses auch die größte Lust gewahrte, vor.Er schätzt alles nach seinem Einflüsse auf Bildung desVerstandes, Veredlung des Herzens und Ruhe desGemüthes. Kleinigkeiten gelten ihm nie für etwasWichtiges, und das Wichtige wird nie von ihm alsKleinigkeit behandelt, so wenig sich auch seine Wich-