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kungsart sich unverkennbar der Welt zur Schau stellt,woran man bald den Leichtsinnigen von dem Ernsthaf-ten und Besonnenen, den Eigennützigen von demMenschenfreunde, den Ueppigen von dem Mäßigen,den Uebermüthigen von dem Bescheidenen, den Be-trüger von dem Redlichen unterscheidet. Aus dem,was geschieht wird man immer die Menschen beurthei-len, so sehr sie sich auch bemühen ihre wahre Gestaltzu verbergen; in den Ereignissen und Schicksalen sindZeugen vorhanden, die sie nicht vermögen zum Schwei-gen zu bringen.
Ereignisse und Schicksale veranlas-sen, drittens, die Menschen häufig, ihreGesinnungen selbst zu zeigen. Fast immerbringen sie, auf die Eine oder andre Art, die Men-schen zu Aeußcrungen, in denen sich ihr Gemüth of-fenbart. Welche Aufschlüsse gibt uns nicht die Auf-erstehung Jesu über das Gemüth seiner Jünger, überihre Neigungen und ihre Hoffnungen, über dieSchwache ihres Zutrauens und die Starke ihrer Liebe.
Nicht leicht wird sich etwas Bedeutendes zutra-gen, ohne daß darüber von denen, die es erfahren,vielfach geurtheilr würde. Hat aber nicht immer anden Urtheilcn der Menschen das Herz großen Antheil?gibt sich in dem, was sie zu diesem und jenem sagen,nicht immer einigermaßen zu erkennen, was sie ammeisten wünschen, und worauf sie den meisten Wehrtsetzen, ob die Grundsätze der Sittlichkeit und dieWahrheiten der Religion ihnen etwas gelten oder vonihnen gering geachtet werden?