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vcrriethen, als es wirklich geschieht: so würden siedoch ans Licht kommen; die Ereignisse der Welt, dieBegebenheiien in welche wir vielfach verwickelt werden,sind Mittel, unsre sittliche Beschaffenheit offenbar zumachen. Fast jeden Augenblick tragt sich etwas zu,das uns verrarhen kann und endlich gewiß etwas,das uns wirklich verräth. Mag cs dem Laster mit sei-nen heuchlerischen Künsten lange gelingen, alles zu be-trügen; einmal gerath es doch in Umstande, die esbloß stellen. Mag der Rechtschaffene lange denSchmerz der Lästerung tragen; es wird doch einmaletwas eintreten, was ihn in der siegenden Herrlich-keit seiner Tugend zeigt.

Werfet einen Blick auf die Geschichte des heu-tigen Tages. Gewiß mußten viele, die Jesum nichtnaher kannten, ihn für schuldig halten, da das Volkund seine Führer, da selbst die, die im Gerüche dergrößten Heiligkeit standen, einmüthig auf seinen Todgedrungen hatten. Seine Wiederbelebung wurde sei-ne Rechtfertigung; Gott selbst zeugte damit für seineUnschuld. Dieselbe Begebenheit enthüllte die Heuche-lei) und das schändliche Gemüth seiner Feinde. ZurBestechung müssen sie ihre Zuflucht nehmen, wenig-stens einigen müssen sie sich ganz entdecken, damitnicht ihre Bosheit überall bekannt werde. Wollen wirdie Gesinnungen der Jünger unsers Herrn in ihrerStärke und in ihrer Schwäche kennen lernen: dannmüssen wir die Eindrücke, die sein Tod und seine Wie-derbelebung auf sie machten und ihr Verhalten dabcybeobachten. Sie können sich nicht verbergen, sie le-