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Festpredigten
Entstehung
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das nur bewegt unsre Seele. Wie ganz anders wer-den wir an sie d nken, wenn der Auferstandene zu-gleich unsrer Seele gegenwärtig ist er, der derganzen Menschheit angehört, der, durch die Größeseines Geistes und der Adel seiner Tugend, alles zurVerehrung nöthigt. Muß dann nicht was bloß aufuns selbst Beziehung hatte zurücktreten, damit derreine Wehrt desto Heller Hervorstrahle.

Oft schätzen wir an rheuere Menschen solche Din-ge, die allerdings etwas Vorzügliches sind, aber nochkeine wahren Verdienste begründen, die Gaben desGlückes, ihr einnehmendes Wesen, ihren Hellen Ver-stand, ihre großen Fähigkeiten, ihren erhabenen Standoder besvndre Eigenthümlichkeiten, die uns angenehmwaren, und wir können kaum verhindern, daß nichtauch im Andenken an sie dies vor allem andern unsreAufmerksamkeit errege. Werden wir aber daraufuoch den höchsten Wehrt fetzen, wenn wir uns erin-nern an die Verbindung, worin sie mit dem Aufer-standenen stehen st Sind wir dann nicht genöthigt vorallem nach dem zu fragen, wodurch sie ihm ähnlichsind, nach ihrer Gottesfurcht, nach ihrem Vertrauen,nach ihrer Geduld, nach ihrem menschenfreundlichenSinne, nach ihrer uncrmüdeten Thätigkeit, nach ih-rer Gemeinnützigkeit und Pflichttreue, nach ihrerSaftmuth und Demuth, nach ihrer Gerechtigkeits--liebe und Wahrhaftigkeit st Ja, was sie durch ihrHerz und ihren Willen galten, was sie aus sich selbstGroßes und Edles gebildet hatten, das wird uns jetzt