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das Wichtigste, darin ehren wir am meisten ihr An-denken.

Und wie oft wird bey den Verdiensten der Tob-ten übersehen, was nicht stark in die Augen fallt, waskein großes Gepränge macht, und am Zeitgeiste keinenLobredner findet, das verborgene, stille, einfacheGute! Können wir das aber übersehen, wenn wirsie in Verbindung mit dem denken, der dies am mei-sten liebte, der die geräuschlose Tugend für die edelsteerklärte an einem Orte und unter Verhältnissen,wo kein Glanz mehr sich geltend macht, wo kein Vor-urteil mehr richtet, kein bestochener Eigennutz mehrKronen austheilt, wo das wahrhaft Würdige alleinalles ist ?

Unschuld, Unterwerfung und Gehorsam führtenIesum durch die Nacht des Todes zum Lohne der Ue-berwinder. Und durch Unschuld, Unterwerfung undGehorsam sind unsre Entschlafenen die seligen Bürgereiner bessern Welt geworden. Was muß also im An-denken an sie mehr geehrt werden, als dieses?

Es wird immer seltener, bep der Schatzungmenschlicher Verdienste auf christlichen Sinn Rücksichtzu nehmen. Wir entwöhnen uns immer mehr.dar-nach zu fragen, mit welchen Gesinnungen gegen Je-sum und sein Evangelium jemand gelebt hat und ge-storben ist. Und doch sollte das nicht seyn: denn sehroft ist der Mangel an christlichem Sinne die Wirkungeines erkalteten und verderbten Herzens; und immerwird man der Reinheit und Kraft derjenigen Tugend«m meisten vertrauen können, die vom christlichen