die ihm nachgefelgt sind im Glauben und in der Ge-duld, in der Liebe und in der Hoffnung, je von sichentfernen? Wird er die, die ihm bis ans Ende ihrLeben weihten, nicht ewig beseligen? Zwar belehrtuns auch unsre Vernunft, daß auf den Frommen einglücklicher Zustand nach dem Tode warte, und daßdie bewahrte Tugend dort herrlich belohnt werde.Aber hat diese Einsicht wohl eine solche Kraft, uns zuberuhigen, wie der Blick auf den Auferstandenen,wieder Gedanke, die, um welche du trauerst sindbey dem, der sie geliebt und für sie geblutet hat, undder nun alle Gewalt besitzt im Himmel und auf Erden,bey ihm, an dem ihre ganze Seele hing, für den ihrAuge so manche Zhrane vergoß, den sie in den Hun-grigen speisten, in den Nackenden kleideten, in denGefangenen besuchten, und in den Einsamen trösteten,dem sie so gerne und mit so tiefer Rührung schon hierauf Erden alles verdankten ? Kann uns nun der Ge-danke an die Unvollkommenheit aller menschlichrn Tu-gend und an die Vergehungen, von denen auch derFrömmste nicht frey bleibt, bekümmern? Ist nichtder Auferstandcne darum, mit sterblicher Hülle beklei-det, in unsrer Mitte gewandelt, und versucht wordenallenthalben, gleich wie wir, daß er Mitleiden hattemit unsrer Schwachheit? Und ist er nicht darum amKreuze gestorben, daß er uns die granzenlose Erbar-mung des ewigen Vaters zusicherte? Nein, wirtrauern nicht, wie die, die keine Hoffnung haben,mit Ruhe, mit Liebe und stiller Sehnsucht gedenkenwir derer, die vor uns, in Gott ergebener Nechtschaf-
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