streiten scheint; wenn irgend etwas die Ansprüche,die wir machen beschämen kann: so ist es das letzteSchicksal, dem wir unterworfen sind. So viel wirauch geleistet, so herrlich wir uns auch gebildet, zuwelcher Größe wir uns auch empor geschwungen ha-ben: der Tod macht dem allem ein Ende, und verbrei-tet über alles die finsterste Nacht. Mit welcher Un-erbittlichkeit reißt er uns oft mitten aus unfern Un-ternehmungen heraus! Welche Verwüstungen sehenwir ihn allenthalben unter 'unserm Geschlechts anrich«ten! Wie schonungslos rafft er Kinder, die kaumdas Licht erblickt haben, Jünglinge und Jungfrauenin der Blüthe der Schönheit und der Lebensfreude,thatige Männer von ihren Geschäften, Väter undMütter von ihren Kindern fort! Wie schnell hat erden kühnsten Flug gehemmt, das Stärkste zerbrochen,das Stolze gebeugt und zu Nichts gemacht! AberHeil Euch, Ihr Glücklichen, die ihr Jesum kennt undverehrt. Für Euch hat der Tod seinenStachel verloren und das Grab seinenSieg; der Tod ist verschlungen in dasLeben. Ihr wisset, daß Ihr nicht vergehen wer-det, nicht vergehen könnt; obgleich alle Eure Werkeund alle Eure Besitztümer vergehen. Auch dieserletzte Feind ist überwunden; auch diese letzte Demü-tigung Eures Schicksales hat sich in Verherrlichungverwandelt.
Es bleibt nichts übrig, was uns in unsern Schick-salen ängstigen könnte, als das Räth.selhafte,das Unbegreifliche, das scheinbar Wider-