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Festpredigten
Entstehung
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225
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LAZ

sprechende, was wir oft in demselbenwahr nehmen als das, daß die Forderungen,welche wir gewöhnlich an die Gerechtigkeit, Weisheitund Güte ihres Urhebers machen, so oft nicht befrie-digt werden. Aber auch dies müsse Euch nicht weiterängstigen, die Ihr in der Auferstehung Jesu die glück-liehe Auflösung der rathselhaftesten, unbegreiflichstenund scheinbar widersprechendsten Schicksale wahrnehmr!Dürfet Ihr noch einem blinden Ohngefahr zuschrei-ben, was auf Erden geschieht; wenn Ihr alles sichso wunderbar und so glücklich ordnen sehet? Ist dieGerechtigkeit, die Weisheit und die Güte des Regie-'rers der Welt nicht auf das schönste und einleuchtend-ste gerechtfertigt? Auch an uns, auch an allem,was auf Erden geschieht, das dürfen wir getrost hof-fen , wird sie sich einst rechtfertigen.

Denn unsre Hoffnungen müssen auchnoch zu dem gerechnet werden, wodurchdie Auferstehung Jesu uns verherrlicht.Bep allem, was aus der Auferstehung Jesu Ehren-volles für uns folgt, steht es doch traurig genug umuns, wenn uns die Hoffnung nicht zu Hülfe kommt.Noch fehlt es der Menschheit überall. Noch wirdihre Würde durch Mangel jeder Art verdunkelt; nochsind es Unwissenheit, grobe Jrrthümer und schändli-che Laster, was uns allenthalben erniedrigt; nochkämpfen wir mit tausend Feinden unsrer Wohlfahrt und wie oft vergebens? wie oft liegen wir unterin diesem ungleichen Kampfe? wie oft wird die Frei-

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