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Auch in uns wohnt unzerstörbares, unsterbliches We-sen. Es ist nicht unser wahres Selbst, was einstaus einander fallt und der Erde wieder gegeben wind,was wir täglich unter dem Wechsel der Dinge verlie-ren , und wieder gewinnen. Unser wahres Selbst istder Geist, der Gedanken bildet, sich über daS Sicht-bare erhebt, der der sittlichen Vollkommenheit unddadurch eines dauernden Wehrtes fähig ist. Dmechdiesen Geist gehören wir jetzt schon einer andernWelt an, die uns einst ganz unter ihre Bürger zah-len wird. Wir vergehen nicht, wir werden ew-igfortdaüern, und stehen in den höchsten, ehrenvollstenVerbindungen. Das ist die Würde, die uus die Auf-erstehung Jesu zusichert.
Auch über unsre Bestimmung verbrei-tet sie das wohlthatigste Licht. Daß wirzur Erkcnntniß der Wahrheit, zur Liebe und Auri-übung der Tugend, und zu einer daraus entspringen-den ewigen Glückseligkeit bestimmt sind, das sagt unsunsre Vernunft, so deutlich und entscheidend, daß sichnichts dagegen einwenden laßt. Hören wir auf ihrenAusspruch: dann kann uns nichts ausgemachter seynals das. Aber wie verschwindet diese Gewißheit,welche dunkle, beunruhigende Zweifel treten an ihreStelle, wenn wir gewahr werden, daß ein so be-trächtlicher Theil der Menschen fast aller Hülfämittslzu dieser Bestimmung beraubt ist, daß nichts für siezu geschehen scheint, damit sie diese Bestimmung ken-nen lernen, und sich ihr weihen, wenn wir bemerken,wie so viele, die diese Bestimmung wohl kennen, sie