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Festpredigten
Entstehung
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218
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wurde dadurch angedeutet. Dieser Jesuö aber warmit unsrer Natur bekleidet; in unsrer Natur hat die-ser erhabene Geist gelebt, gedacht, gewollt und seineEntschließungen ausgeführt; er nannte sich selbst Men-schensohn und uns seine Brüder. Mit den Menschenhat er in der genauesten Gemeinschaft gestanden; eineinenschliche Mutter hat ihn geboren; auf menschlicheWeise ist er gebildet worden. Er 'hielt es für seinengrößten Ruhm, Menschen zu helfen; in allen Stü-cken hat er sich unsrer angenommen, und noch jetztreicht er uns seine Hand, damit wir fest und sicherseine Bahn bewandeln. Als Mensch hat er über denTod gesiegt. An seiner Verherrlichung nehmen wir2'heil. Da Gott ihn erhöhte, hat er uns gleichsammit erhöht. Durch ihn sind auch wir mit Gott ver-wandt, durch ihn Kinder des Ewigen, wenn wir die-se Würde zu bewahren wissen.

Wenn nun schon hieraus folgt, daß wir mehrseyn müssen, als der Staub, den wir unfern'Körpernennen mehr als das, was an uns vergänglich ist,und einst ein Raub der Verwesung wird: so findenwir dieS durch die Auferstehung Jesu noch naher undunmittelbar bestätigt. Der Tod hatte keine Gewaltan ihm; nicht mehr als die sichtbare Hülle des unsterb-lichen Geistes vermochte das Grab zu umschließen.Dieser Geist war bey Gott, um von neuem den Staubzu beseelen. Er ist der Erstling gewordenunter denen, die da schlafen; wir stehen mitihm in der genauesten Verbindung, wir theilen seineSchicksale. Auch an uns hat der Tod kerne Gewalt-