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Festpredigten
Entstehung
Seite
217
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daß bey dem größten Theile öer Menschen die herrli-chen Fähigkeiten, womit wir geschmückt sind, seltenoder kaum sichtbar werden: das alles setzt uns nichtin Verlegenheit, das alles laßt sich mit unsrer Wür-de sehr wohl vereinigen; so bald wir wissen, daß wirbey unserm Schöpfer selbst viel gelten. Dann besitzenwir wahrlich einen Wehrt, der größer ist als aller äu-ßerliche Schimmer. Dann mag man uns bemitleidenund selbst verachten: wir rühmen uns doch des Höch-sten und Besten: denn was ka5n höher und besserscyn, als Ehre bey Gott? was kann uns mehr adelnals die Aufmerksamkeit und Liebe des Unendlichen?Können wir aber noch zweifeln, ob Gott auf uns mer-ke, und uns liebe, wenn wir auf Jesum den Aufer-standencn blicken? Für wen anders, als für unssandte ihn Gott? Uns sollte er aufhelfen, uns sollteerretten, in uns sollte er das Streben nach Voll-kommenheit erwecken und starken, uns sollte er denWeg zum Himmel bahnen. Für uns lebte, litt undstarb er; und daß er sich aus dem Grabe erhob, dasist unser liegen und unsre Wonne. ES sind Absich-ten mit uns, die Gott durch Jesum ausführcn wollte,und um derer willen er geschehen ließ, was nie ge-schehen war. Ja uns hat er durch das größte Wun-der, das die Welt je gesehen hat, verherrlicht.

Durch seine Auferweckung von den Tobten wur-de Jesus unstreitig auf die erste Stufe in der Schöp-fung .gestellt; erwürbe, wie die Schrift sich ausdrückt,durch sie für den Sohn Gottes erklärt; die innigsteVerbindung zwischen ihm und dem höchster! Wesen