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Festpredigten
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Würdigkeit, und die großen Bewegungen seines In-nern hinter eine scheinbare Ruhe zu verbergen? Wer-ben sie nicht von selbst abfallen die Hüllen, womit ersich bisher schmückte? Aber auch eine gemeineLugend ist nicht hinlänglich, eine solche Ruhe he»vor zu bringen, wie wir sie bey Jesus finden. DerUebergang in eine andre Welt ist eine gar zu ernsthaf-te Sache, als daß wir cs dabey mit manchen Gesin-nungen und Lhaten unsers Lebens so leicht nehmenkönnten, wie wir es sonst wohl zu nehmen gewohntsind. Wahrlich wir richten uns da strenger, wennanders unser Gewissen sich noch äußern kann. Es istuns unmöglich, alles zu übersehen, was wir sonstwohl übersehen, alles dahin gestellt seyn zu lassen,was wir sonst wohl bey Seite schieben, mit den Ent-schuldigungen und Beschönigungen auszukommen, wo-mit wir uns sonst wohl beruhigen. O, kleine Ver-sehen, kleine Versäumnisse, Scherze, Ucbereilungen,Worte des Leichtsinnes, die wir gewöhnlich für nichtsachten, können uns da in einem hohen Grade Angstmachen. Wahrlich, wer mit einer durch nichts ge-störten Ruhe aus der Welt geht, der ist sich der voll-kommensten Unschuld bewußt, der hat keineSünde gethan, und ist kein Betrug inseinem Munde gefunden, indem ist göttlichesWesen, ja er ist heilig von Sünden abge-sondert, und höher denn der Himmel ist.Ihm gebührt unser Glaube; er ist der beste Lehrerder Weisheit und der Tugend; er unser würdigstesMuster. Auf ihn sollen wir sehen, auf ihn hören;