Stärke suchtest, wenn die Erde dich verfolgte, wo»hin du betetest in den allerbangsten Kämpfen, dahingingst du jetzt. Auf Erden war alles gethan, dortwartete deiner unaussprechliche Belohnung. Duschiedst mit Ruhe aus allen irdischen Verhältnissen:denn du warst voll Hoffnung.
Wichtig, überaus wichtig muß unsdie Ruhe seyn, mit welcher wir> Jesumaus allen irdischen Verhältnissen schei-den sehen. Sie stärkt uns zuvörderst imGlauben an ihn, und fordert uns auf-das nachdrücklichste auf, ihn zu verehren.Wahrlich es ist etwas Großes und Göttliches mit die-ser Ruhe zu sterben. Dahin bringt es keine erhe u-chelte, dahin keine gemeine Tugend. Mag esder Heuchelet) gelingen die Welt mit einem from-men Scheine zu betrügen, mag es ihr gelingen, unsselbst durch die Zeichen der, Gemüthsheiterkeit, dieden wahrhaft Frommen beglückt, zu täuschen. Siekann das doch nur, so lange als sie das Ende nochferne wähnt. Lasset dieses heran nahen mit allen sei-nen Schrecken; lasset es dem Heuchler ausgemachtseyn, auf Erden habe er nichts mehr zu hoffen, dieMeynung der Menschen bringe ihm keinen Gewinnmehr, vor dem Allwissenden werde er erscheinen, dieEwigkeit werde ihn richten: wird er im Stande seyn,auch jetzt noch dieses listige Spiel fortzusetzen, zu ver-bergen, was ihm innerlich nagt, zum Schweigen zubringen das Gefühl seiner Armuth und seiner Nichts-