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sich senken in des Todes Nacht. Sanft wie der Tagsich.neigt, wird unser Bewußtsepn allmählich ver-dämmern.
Je seltener die Ruhe, womit Jesu starb, unterden Menschen gefunden wird; je häufiger diesem gro-ßen Auftritte alles mit Furcht und Bangigkeit entge-gen sieht; je starker und ängstlicher unser Herz beyder Annährung desselben zu klopfen pflegt: desto wich-tiger wird uns die Frage, worauf sich jene Ruhe desErlösers gründete. Lasset uns daher den Ur-sachen derselben mit einander nachfor-schen.
Hier muß nun vor allen Dingen die^Treue bemerkt werden, mit welcher erimmer seiner Pflicht gelebt hattte. Denndas ist das Erste, was erfordert wird, um ruhig ster-ben zu können. Alles Gewissensgefühl müßte in unsunterdrückt seyn, wenn die Erinnerung an ein inTrägheit und Ueppigkeit hingebrachtes, an Tand undEitelkeit verschwendetes Leben uns nicht im Tode mitden bittersten Vorwürfen peinigen — wenn der Ge-danke : du bist ein elendes, verwerfliches Geschöpf,du bist umsonst da gewesen, du hast nur. Gutes ge-nossen, nie Gutes gewirkt, du hast'dir Dienste er-weisen lassen, und nie welche vergolten — wenn die-ser Gedanke uns nicht mit Höllcnqual foltern sollte;selbst dann, wenn wir von allem wegsehen, was unsdie Religion von dem Zusammenhangs des gegenwär-igen Lebens mit einem zukünftigen lehrt. Wie viel