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Festpredigten
Entstehung
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197
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Hoffte er auch fetzt noch; waS ihm immer das Höchsteund Beßte gewesen war, das warühm auch jetzt nochdas Höchste und Beßte; was er immer für den Zweckseines Lebens gehalten hatte, das hielt er auch jetztnoch dafür; was ihn immer beschäftigt hatte, basbeschäftigte ihn auch jetzt noch; die er immer geliebthatte, die liebte er auch jetzt noch. Gedanken an sein.großes Werk erfüllten seine Seele. Durch nichts ver-rath sich die Unruhe der Menschen bey wichtigen Er-eignissen deutlicher als durch die Veränderungen, diesolche Ereignisse in ihrem Denken, Mepnen, Liebenund Handeln hervorbringen. Daß wir das jetzt inZweifel ziehen, was uns sonst ausgemacht war, daßwir von dem jetzt vieles befürchten, wobey wir unSsonst gleichgültig zeigten, daß wir zu solchen Dingen. unsre Zuflucht nehmen, die wir sonst gering schätzten«der wohl gar verspotteten, daß wir jetzt bereuen,was wir uns sonst unbedenklich erlaubten, daß wirjetzt fahren lassen, was uns sonst auf das angelegent-lichste beschäftigte, daß wir kleinmüthig verzagen, 'wowir sonst stolz auf uns selbst vertrauten: das allessind sichere Zeichen, daß unser Herz in großer Unruheist. Auch auf der Gränzc der Ewigkeit werden wiruns gleich bleiben, an unser» Überzeugungen, an un-fern Grundsätzen und Bestrebungen, wie Jesus, festhalten, wann die Ruhe, die ihn beseelte uns in denTod begleitet; und diese Uebcrzeugnngen, diese Grund-sätze, diese Bestrebungen werden alles Schreckhafte,was der Tod für uns haben könnte, vernichten. Wieder Müde sich zum Schlafe legt; so wird unser Haupt