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Entstehung
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gewicht, worin sich seine Neigungen lind Gefühle bs-fandcii, Nicht zu stören. Wer lebte so gewissenhaft,daß er sich am Ende seiner Tage nichts vorwerfendarf, daß keine Versäumnis, keine Übertretung,kein gestifteter Schade in peinigender Erinnerung ihnängstigt, daß der Gedanke, er werde bald vor seinemRichter stehen, in seinem Wesen nichts ändert? Je-sus that eS. keine Erinnerung an das verflossene Le«Len, kein- Blick auf die zukünftige Welt erregt Stür-me in seinen; Innern. Mit dem ungetrübten Bo-wußtftpn, mit dem vollen Frieden der Unschuld neigtsich sein Haupt zum Verscheiden. Wer hat sich vonallen Fesseln des Irdischen so frep gemacht, daß seinGeist aus der vergänglichen Hülle zieht, ohne bey die-sem Wechsel tiefen Schmerz zu empfinden? SehetJesum, wie er so sanft hinüber schlummert, wie erso freudig seine Seele dem Vater befiehlt. O,war eine erhabene, eine heilige Ruhe, die in seinerSeele wohnte, eine Ruhe, über welche die Welt keineGewalt hat, eine Ruhe, die keine Veränderung, kei-ne Trennung, kein Schmerz und keine Besorgnißunterbricht, eine Ruhe, wie sie nur ein himmlischesGemüth fühlt, dem irdisches Leben und irdischer Todbloß flüchtige Erscheinungen sind, die das Wesen inuns nicht berühren.

Darum blieb sich denn auch Jesus biszum letzten Augenblicke selbst ganz ge-treu. Wie er immer gedacht hatte, so dachte er jetztnoch; was er immer geglaubt hatte, daS glaubte erjetzt noch; worauf er immer gehofft hatte, darauf