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die Würde seines Wesens zu behaupten und zu füh-'len. Die Ruhe des Menschen ist nicht Betäubung,nicht Sinnlosigkeit, nicht vergessen dessen, was mannie vergessen soll. Die wahre Ruhe im Tode mußvielmehr aus der ungetrübten Klarheit unsers Bewußt-seyns hervorgehen. So war es bey Jesus. Seinganzes Benehmen gibt das zu erkennen. Er wußte inwelchem Zustande er sich befand. Er wußte, daß erbald nicht mehr unter den Lebendigen sepn würde. Erfühlte jeden Schmerz. Er erinnerte sich seines Lebensund Wirkens. Sein Verhaltniß zu Gott, alles,was er gedacht, geglaubt und gehofft hatte, war ihmganz gegenwärtig. Er bemerkte alle Gegenstände,die ihn umgabem Die Bedürfnisse und ihr Zustandder Seinigen beschäftigten ihn. Es. ist nicht möglich,eine größere Sammlung und Fassung des Geistes,und deutlichere Spuren vollkommener Besonnenheit zuzeigen, als Jesus sie im Tode zeigte.

Ohngeachtet dieser Besonnenheit wurde er durchnichts erschüttert. Wen bewegt, wen erschüt-tert es nicht, in den besten Jahren, in der Fülle derKraft und des Lebensgefühles, aus allen Verbindun-gen, von denen man sich noch so viel versprach, dieman noch so vortheilhaft Umgestalten wollte, heraustreten zu müssen? Hatte die Welt auch keinen be-sondern Wehrt für uns, es ist doch schwer, frühe vonihr zu scheiden, und seine Tage gewaltsam abgekürztzu sehen. Jesus hatte kaum die männlichen Jahre er-reicht, als er das Opfer eines wilden Blutdurstes wird,^ und doch erschüttert ihn das nicht, doch kein Widerstre-