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pfinden, so ist es die Abnahme ihrer Kräfte und dieAhndung /. daß sie bald von ihren Leiden werden be-freyt seyn. Viele sind ihr ganzes Leben hindurch ge-wöhnt worden-, auf nichts als auf die sinnlichen Ein-drücke, die sic empfangen, zu achten. Für die Vorstel-lungen, welche unsre letzten Augenblicke zu beunruhi-gen pflegen, haben sic gar keine Empfänglichkeit; esist nie ein lebendiges Bewußtsepn derselben in ihnengewesen, daher werden sie jetzt, wo das Gegenwärti-ge alle ihre Einne fesselt und beschäftigt, noch weni-ger davon gerührt. Viele sind durch die Schmerzender Krankheit betäubt gegen das was ihren Geist auf-regen konnte. Viele haben sich, in gesunden TagenMühe gegeben, alles zu.unterdrücken, was ihre letz-ten Stunden beunruhigen könnte; kein Gewissenschreckt sie mehr; kein Gedanke an Gott und an ihrkünftiges Schicksal vermag bey ihnen etwas; und wassonst noch im Stande wäre, sie zu betrüben oder zuängstigen, ist sorgfältig aus dem Wege geschafft.
Wenn wir bey allen diesen auch keine Spureneines bewegten Gemüthes antreffen: so ist doch nichtsweniger als Ruhe in ihrem Herzen. Es ist ein unna-türlicher Zustand, was den Schein derselben hervor-bringt. So können wir uns, als vernünftige Ge-schöpfe , nicht wünschen zu sterben. Die Erfüllungdieses Wunsches wäre ja nur durch die Ertödtung desEdelsten, was in uns ist , möglich. Es ist allerdingsein großes Gut mit vollkommner Besinnung aus derWelt zu gehen, und bis zum letzten Hauche des Lebens
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