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Festpredigten
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ren; wir dürft» nicht mehr daran zweifeln, daß esuns gelingen wird, das Böse, was noch in uns istvollkommen zu besiegen, und in der Veredlung unser-Wesens glückliche Fortschritte zu machen. Alles istvollb rächt; darum sepd getrost, die ihr redlich dasEurige thut.

Insbesondre aber muß uns dieses Wort zu ei-nem treuen Gebrauche unsrer Lebenszeitermuntern. Wer unter um- sollte sich nicht wünschen,daß auch er einst am Ende seiner Tage, wie Jesus,ausrufen könne: es ist vollbracht. Mit welcherRuhe würden wir dann dieses Ende herannahen sehen,mit welch einem Frieden im Herzen würden wir dannin die Arme des Todes sinken! Ö, es ist nicht schwer,von dem Leben zu scheiden: wenn man alles in dem-selben vollbracht hat; wenn keine Erinnerung an ver-schleuderte Stunden, an versäumte Pflichten, an miß-brauchte Kräfte und an erniedrigende Handlungen unSpeinigt; wenn in der letzten Empfindung des brechen-den Herzens sich das Bewußtseyn des strengen Gehor-sams gegen unsre Schuldigkeit regt. Wir alle habensin Werk, das wir auf Erden vollbringen sollen.Ist es such nicht von der Größe, von dem Umfangsund von den Folgen, wie das Werk Jesu: so ist esdoch wichtig genug, um unsre ganze Aufmerksamkeitanzuziehen; so sollen wir doch von der Art, wie wirdasselbe verrichtet haben, Rechenschaft ablegen; ftHängt doch hiervon unser ganzes künftiges Schicksalab; und wir können durch Treue in demselben sehr